Die sogenannten Nutztiere im Blackout

von Marion

Angst und Sorge um einen möglichen Blackout stehen im Raum und sind alles andere als ein Hirngespinst. Viele bereiten sich bereits darauf vor, private Not, wirtschaftliche Ausfälle werden diskutiert.

Kaum jemand denkt  aber an die Tiere in den Intensivtierhaltungen. 

Um es deutlich zu machen, allein in Österreich „leben“ 2,8 Millionen Schweine, 11,2 Millionen Masthühner (meist 20000-25000 pro Betrieb), 6,9 Millionen Legehühner und 2 Millionen Rinder.

Der Ausfall der automatischen Fütterungs- und Lüftungsanlagen führt in kürzester Zeit zu einem qualvollen Tod. Sogenannte Notschlachtungen sind anhand der riesigen Anzahl der Tiere unmöglich, es gibt dann weder Transportmöglichkeiten, noch funktionieren die Schlachthöfe. 

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Sie alle im Falle eines Blackouts zu retten, ist unmöglich. Wer soll 10 000 Masthühner in einer einzigen Halle versorgen, retten, töten?

Tierische Leichenberge werden sich auftürmen und ein zeitnaher Abtransport wird unmöglich sein, die Folge ist die Entstehung von Seuchen.

Hier kleine Rettungsaktionen zu veranstalten, mag für die kleinstrukturierte Landwirtschaft eine anfängliche Hilfe sein, über kurz oder lang wird auch da das Halten der Tiere unmöglich werden, gerade wenn der Kreislauf der Fütterung, der Schlachtung und Vermarktung zusammenbricht.

Es mag hart klingen, aber für die betroffenen Tiere ist es wohl besser,  rascher zu sterben als sehr lange dahin zu vegetieren mit dem sowieso vorgezeichneten Tod zur Produktion von Lebensmitteln im Normalfall (ohne Blackout).

Der einzige Ausweg für uns alle und für unseren Planeten ist eine biovegane, regionale, solidarische Landwirtschaft. Nur damit können alle Menschen dieser Erde ernährt werden, wird das Klima wieder positiv beeinflusst, wird Tierleid vermieden. Wenngleich es nicht jeder hören möchte, einzig der Verzicht von jeglichen tierischen Produkten bringt eine nachhaltige Lösung für uns alle. 

Nicht zu vergessen, dass es einem Menschen in diesem Jahrhundert einfach nichtmehr würdig ist mit all seiner Empathie, seinem Wissen und Erfahrung, immer noch fühlende Mitlebewesen auszubeuten und zu töten. 

Nicht selten kommt das seltsame Argument aus dem Munde mancher, die es nicht wahrhaben möchten: „Aber die Tiere wollen doch leben, wenn wir sie nicht nutzen, dann gibt es sie nicht mehr!“ Richtig. Und würden wir sie fragen, ob sie leben möchten, um ausgebeutet und getötet zu werden oder gar nicht erst geboren zu werden, wie würde wohl ihre Antwort lauten?

Tiere sollen leben, aber mit uns, in Frieden, als unsere Gefährten oder in freier Natur unabhängig von uns, aber keinesfalls eingesperrt, geknechtet und dem Tode durch unsere Hand geweiht. 

Stellen wir uns daher jetzt schon um, wir alle, die wir bereits alternative Gedanken hegen. Widmen wir uns den Tieren in der Natur und unseren tierischen Mitgefährten, aber vermeiden wir jeglichen Konsum tierischer Produkte. Jetzt – denn wir haben keine Zeit mehr.  

Übrigens: Jeden Tag spart eine Person, die sich vegan ernährt, hochgerechnet 4.164 Liter Wasser18 kg Getreide3 m² Waldfläche9 kg CO2 und ein Tierleben.2 

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1 https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blackout_2009_-_panoramio.jpg

2 vgl. https://vegan.rocks/de/app/calculator/

3 [[File:20200309 Night sky.jpg|20200309_Night_sky]]

https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

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